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Infrastrukturwirtschaft und Public-Private-Partnership (Master)

 

Mit dem Studiengang Infrastrukturwirtschaft und Public-Private-Partnership wurde erst-malig in Bremerhaven ein interdisziplinärer Studiengang für Absolventen und Berufstätige aus den Bereichen Ingenieurwesen, Wirtschaft oder Verwaltung ins Leben gerufen. Die Studenten vertiefen ihre Fähigkeiten im Bereich der Infrastrukturwirtschaft und erlangen zusätzliche Kompetenzen in Recht, Organisation und Politik. Hierzu werden nationale und internationale Projekte analysiert sowie neue Projekte mit externen Projektpartnern – wie Unternehmen und/oder Verwaltungen – selbstständig entwickelt und umgesetzt.

Hierbei gilt es, die vielschichtigen Problemstellungen und die Besonderheiten kommu-naler Unternehmen im Hinblick auf Organisation, Kalkulation und Finanzierung zu erkennen und zu berücksichtigen. Veranstaltungen in fachbezogenem Recht, Marketing Politik und Wirtschaftsenglisch komplettieren die interdisziplinäre Ausbildung. Durch die Vernetzung mit zahlreichen Unternehmen, Behörden und Instituten fließen aktuelle Fragestellungen immer direkt in die Lehre mit ein.

 
 

Zielsetzungen und Besonderheiten

 

Der Studiengang Infrastrukturwirtschaft und Public-Private-Partnership ist ein wissenschaftliches Ingenieurstudium mit interdisziplinärer Ausrichtung, das die im Ingenieurstudium erworbenen Fähigkeiten vertieft und um Schlüsselkompetenzen aus den Bereichen Wirtschaft, Recht, Organisation und Politik erweitert. Die Studierenden erlernen komplexe Projekte der Infrastrukturwirtschaft – insbesondere der Daseinsvorsorge – auf nationaler und internationaler Ebene selbstständig zu entwickeln und umzusetzen. Dabei werden die vielschichtigen Problemstellungen analysiert und die Besonderheiten kommunaler Unternehmen im Hinblick auf Organisation, Kalkulation und Finanzierung berücksichtigt. Veranstaltungen in fachbezogenem Recht, Marketing Politik und Wirtschaftsenglisch komplettieren die interdisziplinäre Ausbildung. Durch die Vernetzung mit zahlreichen Unternehmen, Behörden und Instituten fließen aktuelle Fragestellungen immer direkt in die Lehre mit ein.

Insgesamt zeichnet sich der Studiengang aus durch:

 
  • 3 Semester Vollzeitstudium mit hohem Praxisbezug und internationaler Ausrichtung
  • Abschluss mit dem Master of Science (M.Sc.)
  • Unterrichtssprache Deutsch und Englisch
  • praktische Projektarbeit in der Wirtschaft, Verwaltung oder Forschung
 
 

Einsatzfelder der Absolventen

 

Absolventen von Infrastrukturwirtschaft und Public-Private-Partnership bietet sich ein breites Feld von Einsatzfeldern. Die Infrastrukturwirtschaft stellt in Deutschland – unter Berücksichtigung der angeschlossenen Branchen - den größten Dienstleistungssektor dar. Allein in der Umwelt wirtschaft arbeiten mehr als 100.000 Menschen. Zudem handelt es sich bei der Infrastrukturwirtschaft um einen in Deutschland sehr ausgeprägten, starken und wachsenden Branchensektor. Bezogen auf den Teilbereich PPP gehen Studien derzeit davon aus, dass in Zukunft ca. 10 bis 15 % aller öffentlichen Unternehmen in Partnerschaften mit Privatunternehmen eingebunden sein werden.

Dieser enorme Bedarf sowohl im Infrastruktursektor als auch für die Spezifikation PPP führt gegenwärtig und auch in Zukunft dazu, dass Absolventen dieser Fachrichtung in der freien Wirtschaft (Ingenieurbüros, Bau-/Anlagenbauunternehmen, Ver- und Entsorgungsunternehmen etc.), der kommunalen Wirtschaft und der öffentlichen Verwaltung sowohl national als auch international sehr stark nachgefragt sind. Dabei erstrecken sich die Tätigkeiten von der Forschung und Entwicklung über die Planungs- und Verwaltungsaufgaben bis hin zur Betriebsführung.

 
 
 

Studienaufbau

 

Im Studium Semestern finden aufeinander aufbauende und sich ergänzende Studienmodule in den Bereichen Technik, Wirtschaft, Recht und Organisationslehre statt. Die Kernkompetenzen aus diesen Gebieten versetzen die Studierenden in die Lage, Infrastrukturprojekte als Ganzes über den gesamten Lebenszyklus zu verstehen, zu bewerten und umzusetzen. Ein Fokus liegt hierbei in der Ver- und Entsorgung sowie in innovativen Bereichen, wie regenerativen Energien oder Aquakulturen. Ergänzend stehen für detaillierte Betrachtungen der Wirtschaftlichkeit moderne Simulationsprogramme zur Verfügung. Die rechtlichen Aspekte umfassen praxisorientierte Fragen des Vertrag- und Wettbewerbsrechts sowie von Genehmigungsverfahren. Abgerundet werden diese Inhalte durch Themen der Organisationslehre und der Politik. Es wird ein starker Akzent auf die Vermittlung von Schlüsselkompetenzen, wie Projekt-, Personal- und Krisenmanagement gelegt, welche gerade für Führungsaufgaben von zentraler Bedeutung sind. Die vermittelten Kenntnisse befähigen die Studierenden, sich einerseits zu wissenschaftlicher und ingenieurmäßiger Arbeit und Methodik aber auch andererseits sich kreativ auf neue Bedingungen
und Herausforderungen einzustellen.

 
 
 

Module im Studiengang

 
  • Ausgewählte Kapitel der Kommunalwirtschaft
  • Betriebs- und Finanzwirtschaft
  • Fachbezogenes Recht
  • Kommunalwirtschaft im Infrastruktursektor
  • Marketing und Politik
  • Markt und Vertrieb
  • Masterarbeit
  • Organisation und Management
  • Projektarbeit (als Team und in der Praxis)
  • Projektieren von Infrastrukturmaßnahmen
  • Wirtschaftsenglisch
  • Wissenschaftliches Präsentieren und Recherchen
 
 

Praxisbezug und internationale Ausrichtung

 

Ein besonderer Schwerpunkt des Masterstudiengangs liegt im hohen Praxisbezug und in der internationalen Ausrichtung. Dies wird erreicht durch direkt aus der aktuellen Praxis entnommenen Projektübungen zum Projektieren von Infrastrukturmaßnahmen sowie in der zentralen Projektarbeit. In dieser und während der Masterarbeit erfolgt eine besonders enge Zusammenarbeit mit Kommunen, Institutionen oder Unternehmen, wodurch die Anwendung des erworbenen Wissens auf praktische Fragen noch einmal vertieft wird. Durch das „Institut für Kommunale Wirtschaft und Public-Private-Partnership“ der Hochschule Bremerhaven besteht ein weiterer Bezug zu aktuellen Entwicklungen und zu Projekten, die dort durch die beteiligten Hochschullehrer und andere Mitarbeiter bearbeitet werden. Die Erfahrungen und Kontakte aus diesem angeschlossenen Institut fließen direkt in die Lehre im Studiengang Infrastrukturwirtschaft und Public-Private-Partnership mit ein. Gute Kontakte zu nationalen und internationalen Institutionen und Netzwerken sowie Unternehmen der Branche und Kommunen/Verwaltungen runden die Einbettung in die Praxis ab und sorgen so für ein Studium am Puls der Zeit.

 
 
 

Besondere Unterstützung der Wirtschaft und politisches Engagement

 

Seitens der Wirtschaft bestand und besteht ein sehr großes Interesse, einen Masterstudiengang „Infrastrukturwirtschaft und Public-Private-Partnership“ einzurichten und zu unterstützen. Nicht zuletzt aufgrund des enormen Bedarfs, der großen Entwicklungsmöglichkeiten und der besonderen interdisziplinären Ausrichtung stützt die Wirtschaft den Masterstudiengang maßgeblich. Das Interesse der Branche wird durch die Stiftungsprofessur der Bremerhavener Entsorgungsgesellschaft für den Studiengang besonders deutlich. Seitens der nationalen und internationalen Politik unterstreichen die Vielzahl von Sondergesetzen, wie dem ÖPP-Beschleunigungsgesetz, und Richtlinien, wie dem PPP-Grünbuch der EU, die Relevanz dieser Thematik. Zudem unterstreichen sowohl die Gründungen von PPP-Taskforces auf Bundes- und Länderebene als auch die Bereitstellung einer Vielzahl von Förderprogrammen der Weltbank, der EU sowie Förderstellen des Bundes für Infrastrukturprojekte – insbesondere wenn selbige als PPPs gestaltet werden – die Dringlichkeit entsprechende Fach- und Führungskräfte auszubilden. Insgesamt bietet die Hochschule Bremerhaven mit diesem bundesweit einmaligen Masterstudiengang den Studierenden ein praxisnahes und anwendungsorientiertes Studium auf hohem wissenschaftlichem Niveau in einem modern ausgestatteten Studienumfeld.

 
 
 

Zulassungsvoraussetzungen

 

Vorausgesetzt für die Zulassung zum Masterstudiengang Infrastrukturwirtschaft und Public-Private-Partnership (PPP) wird ein erster Hochschulabschluss aus den Berei-chen Ingenieur- / Wirtschaftsingenieurwesen, Wirtschaftswesen (BWL/VWL etc.) oder Verwaltungswissenschaften, der mindestens mit der Note „gut“ bewertet sein sollte. Es ist ein Nachweis über den Diplom- oder Bachelorabschlusses einer Universität, Fach-hochschule oder einer vergleichbaren ausländischen Hochschule mit Studium und Prüfungsleistungen im Umfang von mindestens 180 Punkten nach dem European Credit Transfer System (ECTS) notwendig. Des Weiteren wird eine mindestens einjährige berufspraktische Erfahrung nach Abschluss des ersten Hochschulstudiums empfohlen. Weiterhin werden gute deutsche und gute englische Sprachkenntnisse verlangt, die durch offizielle Sprachzertifikate nachgewiesen werden müssen, sofern Deutsch oder Englisch nicht die Muttersprachen sind. Die englischen und deutschen Sprachkenntnisse müssen auf dem Niveau B2 des Europäischen Referenzrahmens sein.

 
 
 

Bewerbung

 

Um sich für den Masterstudiengang Infrastrukturwirtschaft und Public-Private-Partnership (PPP) zu bewerben, muss das entsprechende Bewerbungsformular vollständig ausgefüllt und mit allen erforderlichen Anlagen versehen rechtzeitig zum Ende der Bewerbungsfrist dem Immatrikulationsamt der Hochschule vorgelegt oder per Post zugesandt werden. Das Formular ist bei der Studienberatung oder auf der Homepage der Hochschule Bremerhaven erhältlich.
Bewerbungstermine und weitere Fristen sind auf der Homepage der Hochschule zu finden oder können bei der Studienberatung erfragt werden. Interessierte aus dem Ausland sollten – neben der Bewerbung an die Hochschule – rechtzeitig die weiteren Einreisebestimmungen beachten. Hier gibt die Deutsche Botschaft in den jeweiligen Ländern nähere Auskünfte (www.auswaertiges-amt.de).

 
 
 

Studienberatung und Kontakt

 

Die Zentrale Studienberatung steht für allgemeine Fragen zum Studiengang zur Verfügung. Ansprechpartnerinnen sind:

Susanne Zerbst

Claudia Krieten

An der Karlstadt 8
Haus V Raum 302
27568 Bremerhaven

Tel.: 0471/ 4823-556

zsb@hs-bremerhaven.de

Fragen zur Zugangsvoraussetzung bzw. zur Zulassung zum Studium beantwortet das Immatrikulations- und Prüfungsamt. Ansprechpartnerin ist:

Für Fragen zu den fachlichen, detaillierten Inhalten des Studiengangs steht zur Verfügung:

Prof. Dr.-Ing. Carsten Haneke

Telefon: 

0471 4823 - 582

chaneke@hs-bremerhaven.de


 
 
 

Professoren im Studiengang

 

Name

Organisation

Raum

Telefon

Haneke, Carsten

Studiengang Gebäudeenergietechnik/Versorgungs- und Kreislauftechnologien

Raum C 209.1

0471 4823 - 582 

Lompe, Dieter

Studiengänge"Versorgungs- und Kreislauftechnologien" und "Infrastrukturwirtschaft und Public-Private-Partnership (in vorbereitung)"

Raum C 209.1

0471 4823 - 169